Vor über 30 Jahren haben meine frau Ruth und ich damals regelmäßig an den Gottesdiensten der Charismatischen Erneuerung teilgenommen. Dabei lernten wir Pfr. Paul Riedmann kennen. Unter seiner Leitung fanden Seminare zum Thema „Befreit leben“ statt. Diese Seminare hat Ruth besucht und später auch im Team mitgearbeitet.
Einige Zeit danach haben wir uns der christlichen Gemeinschaft „Follow me“ angeschlossen und dort an Gottesdiensten und Seminaren teilgenommen. In weiterer folge ist Ruth regelmäßig und eifrig mit einer Freundin zu Gottesdiensten nach St. Margrethen gegangen.
Mir kam das suspekt vor und ich fragte sie „Was tuat ma do? Was loft do?“ Ruth hat klug geantwortet: „Luag dr’s selbar a“.
Das habe ich an einem Sonntag dann getan, von diesem Gottesdienst, vor allem von der Predigt war ich tief berührt. Als am Ende des Gottesdienstes gefragt wurde, wer sein Leben Jesus übergeben – also ihm anvertrauen will – habe ich mich noch unter dem Eindruck der Predigt spontan gemeldet.
Ruth hatte schon vor einiger zeit die Absicht, eine reise ins Heilige Land zu unternehmen. Nach längerem Überlegen habe ich mich entschlossen, diese Reise mitzumachen. Es gab zwei Info-Veranstaltungen vom Reiseleiter Pfr. Erich Baldauf. Beim ersten Abend haben wir ihn gefragt, ob es möglich wäre, dass wir uns im Jordan taufen lassen - er hat zugestimmt.
Leider konnte Ruth an der zweiten info-Veranstaltung nicht mehr dabei sein, weil sie inzwischen im Gebiet des Hohen Ifen abgestürzt ist. Das war ein extremer Schock für die ganze Familie, Trauer und Schmerz waren riesengroß. Dennoch fühlte ich mich irgendwie getragen. Für mich stellte sich dann die Frage, ob ich trotzdem nach Israel reisen soll. Nach reiflicher Überlegung habe ich zugesagt.
In Israel, am Tag, als der besuch der taufstelle Jesu auf dem Programm stand, fragte mich Pfr. Erich: „Ist das mit der Taufe noch aktuell bei dir?“ „Ja, natürlich“ habe ich geantwortet.
An der Taufstelle habe ich mir ein Taufkleid gekauft und angezogen – und dann ….. im Jordan untergetaucht. Pfr. Erich hat das begleitet und eine passende Bibelstelle dazu gelesen. Ich fühlte mich wie neu geboren – so durfte ich eine lebendige Beziehung mit JESUS spüren und erleben. Das ist ein ganz besonderes, ein sehr spezielles Gefühl! Deshalb ist es mir wichtig geworden, dass auch andere Lute eine lebendige Beziehung mit Jesus aufbauen können. Ich empfinde es quasi als mein Auftrag, bin mir aber bewusst, dass es letztendlich ein Geschenk Gottes ist.
Wie pflege ich meine Beziehung zu Jesus? Die Taufe im Jordan ist immerhin schon 20 Jahre her.
Durch die Teilnahme am Gottesdienst, durch Gebet und Bibel lesen. Weiters in einem gemischten hauskreis in Dornbirn sowie in einer Männer Gebetsrunde in Mäder. „Wia i do dazua ko bin, isch für mi noch minar Erinnerung a schnelli Gebetserhörung gsi, für dia i hüt no dankbar bin “
So durfte ich vielfach und immer wieder Gottes Führung erleben. Auch auf meiner Reise zum Nordkap – inzwischen scho wider 10 Johr her.
Auf dieser Reise habe ich Ingrid kennengelernt. Daraus ist eine sehr schöne Freundschaft entstanden. Sie ist wie ich verwitwet. „I wohn – ab und zu – i dr Mäder“ Sie wohnt mit ihrer Familie „z ‚ Bäzaa“
Heute bin ich sehr dankbar und weiss:
Es waren keine Zufälle – sondern alles war von Gott geführt.
Ich danke euch für die Aufmerksamkeit!