Das Patroziniumsfest wurde heuer gleich auf zweifache Weise gefeiert. Einmal zu Ehren des Kirchenpatrons der Pfarrkirche Mäder, des Hl. Bartholomäus; außerdem wurde, vielmehr musste Pfarrer Romeo Pal verabschiedet werden. Im Zuge der neuen Pfarrverbände wird er ab 1. September den Pfarrverband Leiblachtal übernehmen.
Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Ministrantinnen und Ministranten, Ehrenamtliche, Mesner, Diakon, Pastoralassistentin und Pfarrer Romeo einzogen – sinnbildlich und als Hinweis auf das Tagesevangelium durch den schmalen Seiteneingang. Den Volksgesang beim Ein- und Auszug des Festgottesdienstes begleitete der Bürgermusikverein Mäder, zur Kommunion erklang der Choral „Abide with me“. Die „Latin Jazz Mass“ von Martin Völlinger wurde vom Kirchenchor Mäder, dem Magnus Chor Röns, Ingold Breuss am Keyboard unter der Leitung von Clemens Breuss fetzig-fröhlich dargeboten.
In seiner Predigt nahm Pfarrer Romeo u.a. Bezug auf die „enge Pforte“, durch die zu gehen anstrengend, andererseits aber eine große Bereicherung sein kann. In einer feinen, launigen Bemerkung kürte er den Seiteneingang unserer Pfarrkirche sogar zur „Heiligen Pforte“ von Mäder.
Nach der überaus feierlichen Festmesse ging es in einer langen Prozession – abgesichert von der Feuerwehr Mäder - weiter zum J. J. Ender-Saal, wo der Festakt zur Verabschiedung des scheidenden Pfarrers stattfand. Bürgermeister Daniel Schuster, der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrkirchenrats Thomas Lutz, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Robert Ender sowie das Ministrantenteam überbrachten Geschenke und würdigten in warmen, anerkennenden und herzlichen Worten nochmals die Verdienste des Vollblut-Kirchenmannes – z.B. Kirchenrenovierung, neue Kirchenglocken, beste Zusammenarbeit mit den verschiedenen Kirchengremien und der Gemeinde oder die Anwerbung von Organisten und Lektoren. Ebenso gab es Abschieds- und Dankesworte des Lektorenteams sowie des Kirchenchores Mäder. Dessen Obmann Wolfgang Pfattner freute sich nochmals über die Offenheit von Romeo der Kirchenmusik gegenüber und über viele gemeinsame kirchenmusikalische, aber auch weltliche Erlebnisse. Durch das Programm führte Fritz Kosnik, der sich auch im Namen des Kameradschaftsbundes von Pfarrer Romeo verabschiedete. Das ehrenamtliche Team um Angelika Juen hatte alle Hände voll zu tun, um die Wünsche der vielen Besucher zu erfüllen.
Die musikalische Umrahmung des Festaktes im vollen J. J. Ender-Saal wurde vom Bürgermusikverein Mäder unter ihrem Dirigenten Thomas Halfer sowie dem Kirchenchor Mäder unter der Leitung von Maria Lorger gestaltet.
Ein sichtlich erfreuter und entspannter Seelsorger Romeo Pal bedankte sich bei der ganzen Bevölkerung für die vergangenen „22 Kumma-Jahre“ und versprach, sich gelegentlich wieder in Mäder sehen zu lassen.
Und all jene, die noch keinen „BartholomäusRuf“ hatten, konnten bei dieser Gelegenheit das in diesen Tagen erschienene neue Pfarrblatt mitnehmen. Es liegt auch in der Kirche zur Mitnahme auf.